Frühling in Ulfa

Löwenzahn April 2015Zum Vergrößern einfach die Bilder anklicken.

So wunderschön blühte es heute in Ulfa. 🙂 Der Löwenzahn streckt seine leuchtend gelben Gesichter gen Himmel, das Wiesenschaumkraut zeigt seine filigranen Stängel und die Schlehen verwirren selbst die Bienen mit ihrer unerschöpflichen Fülle. Löwenzahn 3 April 2015

Das ist Frühling, wie ich ihn liebe. 🙂Löwenzahn 2 April 2015biene_0140

 

 

 

 

 

Frühling lässt sein blaues Band,
wieder flattern durch die Lüfte.
Süsse, wohlbekannte Düfte,
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist´s!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike
1804 bis 1875

Krokusse, die wunderbaren Frühlingsboten

 

Endlich trauen sich die ersten Frühlingsboten aus der Erde.
Wie schön 🙂
Ich habe auf jeden Fall meine Freude daran und hoffe,
dass es bald wieder wärmer wird, dass die Bienen in den Bäumen und Wiesen
summen und die Sonne ihre Strahlen schickt.

IMG_6783 Krokus

Dieser Frühlingsgruß stammt von Harry Messerschmidt aus Büdingen.
Danke, lieber Harry 🙂

Winter ade, Scheiden tut weh!
Aber dein Scheiden macht,
dass mit das Herze lacht.
Winter ade!
Scheiden tut weh!

Winter ade!
Scheiden tut weh!
Gerne vergess´ ich dein,
kannst immer ferne sein.
Winter ade!
Scheiden tut weh!

Winter ade!
Scheiden tut weh!
Gehst du nicht bald nach Haus,
lacht dich der Kuckuck aus.
Winter ade!
Scheiden tut weh!

Heinrich Hoffmann von Fallersleben hat dieses Lied gedichtet.
Er spricht mir aus dem Herzen 🙂

Herbstspaziergang

Löwenzahn P1030282 1024
Bei strahlendem Sonnenschein habe ich heute einen wunderschönen Spaziergang gemacht und dabei diese kleinen „Schätze“ entdeckt.
Auf einer saftig grünen Wiese fanden sich nicht nur viele Gänseblümchen, sondern auch dieser sattgelbe Löwenzahn und herrlich filigrane Pusteblumen. Pusteblume P1030288 1024

 

 

 

 

 

 

Normal ist das für den 23. November nicht. Aber ich habe mich sehr darüber gefreut und die Bilder für meine Blogbesucher fotografiert.  Gänseblümchen P1030284 1024

 

 

 

www.gifs.ch 33

 


Wie oft werden Gänseblümchen getreten aber immer wieder richten sie sich auf und blühen stets aufs Neue. Machen wir es diesen kleinen, aber doch so robusten, Blümchen nach. Auch wenn es manchmal schwer fällt: aufstehen und weitergehen.

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Die Blume ist das Lächeln der Pflanze.
Peter Hille 1854 – 1904

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Blaue Distel am Wegesrand

Distel  1280 P1020985Heute, bei strahlend schönem Sonnenschein, habe ich eine Radwanderung nach Stornfels gemacht. Sie  kennen Stornfels nicht? Na, dann wird es aber Zeit, einmal dieses kleine, hoch oben auf einem Kegel liegende Dörfchen, zu besuchen. Im Internet können Sie das vorab schon mal hier tun: http://www.karin-bach.de/?site=show&page=4&kat=3 (Es ist der unterste Beitrag)

Allzu geübt bin ich nicht mit dem Rad, darum musste ich einen großen Teil des sehr steilen Weges mein Fahrrad schieben. Nach dem Motto: „Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“. Aber gerade das gemächliche Schlendern zeigt die besonderen Schönheiten der Natur. So entdeckte ich diese herrliche Kugeldistel, die ihre festen Stängel dem blauen Himmel entgegen reckte. Umschwirrt war sie von Hummeln, die sich so eine leckere Mahlzeit nicht entgehen lassen wollten.

Wer schon einmal Bekanntschaft mit den unangnehmen Dornen der Disteln gemacht hat weiß, wie schmerzhaft das sein kann. Ich habe keine Ahnung, warum Gott, der Schöpfer, diese reizvolle Pflanze damit ausgestattet hat. Aber er wird sich schon was dabei gedacht haben. Mir gefallen Disten und diese hier ist ein besonders schönes Exemplar. Gut, dass ich immer meinen Fotoapparat dabei habe.

Was gibt es sonst noch zu der Distel zu sagen?
Sie gedeiht problemlos in lockeren Sandböden, fühlt sich genauso wohl auf schwerem Lehmboden und kommt auch mit längeren Trockenperioden zurecht. Es ist die ideale Pflanze für Leute mit wenig Zeit, die etwas für die Insekten tun wollen und die sich dennoch an schönen Blüten erfreuen möchten. Selbst in getrocknetem Zustand ist sie noch ein Hingucker, denn sie lässt sich kreativ in Trockensträuße einbinden.

Die Dornen des Lebens sind die Rosen der Ewigkeit.
Giovanni Melchiorre (Johannes Don Bosco) Bosco
1815 – 1888

 

Herbstastern – Asteraceae

P1020953 ausgeschnittenwww.juanna.ch Schmetterling 3

 

 

 
Es gibt kaum einen Garten, in dem sich Herbstastern nicht wohlfühlen. Das kommt daher, weil sie ganz unproblematisch sind und sich jedem Boden anpassen.
In unserem Garten gibt es eine Astern-Staude, die uns schon viele Jahre erfreut. Sehr langlebig sind ihre Blüten zwar nicht. Aber wenn man sieht, wie sich bei Sonnenschein die Bienen förmlich um die besten Nektarplätze „streiten“, dann macht das einfach Freude.

P1020947 ausgeschnitten

Angefangen bei den kleinen „Polstern“ bis hin zu 2 Meter hohen Exemplaren, ist für jeden Gartenfreund etwas dabei. Gerade dann, wenn die Sommerblüten ihre Pracht verlieren, strahlen sie die Gartenbesucher förmlich an und zeigen so, dass auch der Herbst noch viele schöne Tage haben kann.


Machen Sie es wie ich, einfach jeden Tag genießen. Schlechtes Wetter, wofür wir Menschen es halten, wird es noch genug geben.

Mutter Teresa hat gesagt:
Gott ist ein Freund der Stille. Seht, wie die Bäume, die Blumen, das Gras in einer tiefen Stille wachsen, wie Sterne, Mond und Sonne in der Stille auf- und untergehen.

Disteln

 

Dorn und Disteln stechen sehr,
böse Zungen noch viel mehr.

Distel ausgeschnitten 1000

Erinnern Sie sich an diesen Spruch aus dem Poesiealbum als wir noch Kinder waren? Da ist was Wahres dran.
Trotzdem kann man sich auch an diesen herrlichen Pflanzen erfreuen und das mache ich. 🙂
Danke, liebe Ingrid aus Roßlau, für die schöne Aufnahme 🙂

Wilde Karde – Dipsacus fullonum

Die Wilde Karde ist eine heimische Pflanze, die mir erst durch Harry Messerschmidt nahegebracht wurde. Wahrscheinlich habe ich sie bisher immer für eine Distel gehalten, mit der sie aber nicht verwandt ist. Ihre kantigen Stängel erreichen eine Wuchshöhe von ca. 70 – 200 cm. Ich habe im Internet erstaunt gelesen, dass die Wilde Karde eine mediterrane Pflanze ist, die nicht nur auf den Kanaren, sondern in ganz Europa, Afrika und in der Türkei vorkommt. Sie liebt Schuttböden, Ruinen und Ödland und gilt auch als Zeigerpflanze für Lehm.
Im unteren Bereich sind die Blätter trichterförmig angeordnet und es sammelt sich nach Regen Wasser darin, das Tieren als kleine Tränke dienen kann. Früher haben sich das auch die Menschen zunutze gemacht, wenn sie unterwegs waren und es kein Wasser gab.

Harry versorgt mich immer wieder mit herrlichen Pflanzen aus der Natur. Er liebt es bei Wind und Wetter, im Sommer genauso wie im Winter, Wälder, Wiesen und Auen aufzusuchen. Da sind ihm schon viele Motive vor die Kamera gekommen.
Der begabte Comic-Zeichner und Naturliebhaber hat auch eine eigene Homepage: http://www.harrys-comic-camp.de/frameset.htm

Die Erdhummel fühlt sich sichtlich wohl an der „Karden-Bar“

Wilde Karde mit Erdhummel 1000 2

 

Die blaue Wegwarte

Ist sie nicht wunderschön, die blaue Wegwarte?
Meistens steht sie mehr oder weniger unbeachtet am Wegesrand.
Aber wenn man einmal genau hinschaut, dann ist man fasziniert von
ihrer Farbe und ihrer anspruchslosen Blühfähigkeit.

Diese kleine Legende erzählt davon, wie die Wegwarte zu ihrem Namen kam:

Ein junger Ritter nahm an einem Kreuzzug teil.
Voller Freude wartete seine Geliebte gemeinsam mit ihren Hofdamen am
Wegrand vor dem Stadttor.
Doch der untreue Ritter kam nicht mehr zurück.
Verzweifelt weigerte sich das Burgfräulein, ihren Platz vor dem Stadttor zu verlassen,
denn niemand glaubte mehr an die Rückkehr ihres geliebten Ritters.

Schließlich konnte es Gott, im Himmel, nicht mehr mit ansehen und verwandelte
die Wartenden in Blumen – in Wegwarten.
Die Hofdamen in blaue und das unglückliche Mädchen in eine weiße.
Damit erklärt sich die Tatsache, dass man hin und wieder auch einmal eine weiße
Wegwarte entdecken kann.

P1050104 1000

Schwarze Königskerze

Lange musste ich Internet suchen, um irgendwie herauszufinden, warum eine Blume, die kein bisschen schwarz ist, so einen Namen bekommen hat.
Angeblich hat man in früheren Zeiten die etwa 2-3 Meter hoch werdende Blüte mit Pech, Harz, Wachs oder Teer bestrichen bzw. hinein getaucht.
Warum, fragen Sie sich jetzt vielleicht ebenso erstaunt wie ich. Ganz einfach, nach so einer Behandlung brannte die Pflanze wie eine Fackel und war kein bisschen mehr bunt.

Die Königskerze ist eine Heilpflanze, die man vielseitig anwenden kann. So ist sie entzündungshemmend, harntreibend, schmerzlindernd und hilft auch bei Husten, Rheuma, Grippe, Frostbeulen und Hämorrhoiden. Getestet habe ich es selbst noch nicht, aber ich glaube mal „Familie google“.
Riesig sind auch die Blätter, die von den Bauern zur Wettervorhersage genutzt werden. Sind sie dicht am Boden, soll es angeblich noch vor Weihnachten Schnee geben. Ist der obere Teil der Pflanze dich mit Blättern besetzt, dann gibt es dagegen erst zum Jahresbeginn Schnee.

Sogar die Blüte kann das Wetter anzeigen (auch das glaube ich jetzt einfach mal). Biegt sich die Spitze der Pflanze nach Osten, gibt es schönes Wetter. Neigt sie sich dagegen nach Westen, zeigt sie schlechtes Wetter an. Na, wenn das nichts ist. 🙂

Wer kargen, sandigen Boden hat und nicht düngt, kann die Königskerze auch im eigenen Garten heimisch werden lassen. Diese sollte man allerdings nicht aus der freien Natur holen, denn sie ist recht selten. Zumindest werden Sie dann nie mehr vom Schnee überrascht, da Ihnen die „Verbascum nigrum“ eine gute Wetterprophetin ist 😉

Das Foto wurde mir überlassen von Harry Messerschmidt aus Büdingen:
http://www.harrys-comic-camp.de/frameset.htm

 

Königskerze, schwarze 2