Loewe Opta

Image31 Loewe Opta 800
Die jungen Leute von heute können sich solche Fernsehapparate kaum noch vorstellen.
Wie war man stolz, wenn man sich so ein Gerät leisten konnte. Niemand störte es, dass…

😉 …es noch keine Fernbedienung gab. Kaum hatte man es sich gemütlich gemacht, musste man wieder aufstehen, weil die Toneinstellung nicht richtig war.
😉 …die Sendungen nur in schwarz-weiß ausgestrahlt wurden.
😉 …das Programm kaum länger als bis 23 Uhr gesendet wurde. Danach kam das Testbild, das eingeschlafene Zuschauer wieder wach machte, denn es rauschte sehr laut.
😉 …das Umschalten nur am Apparat selbst möglich war. Ein zweites Programm gab es sowieso erst ab 1963.
😉 …die Zimmerantenne oft Anlass zum Ärger gab. Wehe, die Hausfrau hatte sie beim Staubwischen verstellt.
😉 …auch von Stereo weit und breit nichts zu hören und optisch zu sehen war.www.gif-paradies.de fernseher_0176
😉 …man sich im Winter in der oft unbeheizten Wohnstube in eine Federdecke verkriechen musste.
😉 …es oft zu Bildstörungen kam, die meist Minutenlang nicht behoben werden konnten.
😉 …es bei der Tagesschau fast täglich hieß: „Wir schalten um nach Hamburg“, was nicht immer reibungslos klappte. Manchmal sah das so aus wie in dem beweglichen Gif.

Niemand möchte die heutige Technik missen. Aber es war schön, miterleben zu können, wie sich die Zeit rasant veränderte. Ich bin gespannt, was der Menschheit noch alles einfallen wird und freue mich darauf.

 

„Mach des Gekreisch aus“

Kreis-Anzeiger-Bericht vom 19.11.15 1600 mit Umrandung
Bienennester auf dem Kopf
(Zum Lesen den Zeitungsartikel anklicken)

„Mama, wie sahst du denn aus? Das ist ja furchtbar“!
Diese Aussage musste ich mir immer wieder anhören, wenn meine Kinder alte Fotos von früher betrachteten.
Merkwürdig mutete es die jungen Leute schon an, wenn sie sahen, wie sich meine
Haare zu „Bienennestern“ oder geflochtenen Bergen auftürmten.
Aber ich selbst denke gerne an diese Zeit zurück. Solche Hochsteckfrisuren hatte
nicht jede Frau und man war sich der heimlichen Bewunderung sicher, wenn man
genug Geschicklichkeit besaß, sie auch selbst herzustellen.
Zwischen 20 und 30 Minuten dauerte das morgendliche „Kämmritual“.
Toupieren, mit Klammern versehen, Strähne für Strähne in die richtige Lage bringen
usw. Danach durfte man die dicke Wolke von widerlich parfümiertem Haarspray nicht vergessen. Schließlich musste diese Pracht ja den ganzen Tag halten und sollte auch bei Wind nicht auseinander fallen. Zu erwähnen ist noch, dass es sich nur um eigenes Haar handelte, ohne künstliche Hilfsmittel.
Einmal bin ich mit stolz geschwellter Brust aus einem Frisörladen gegangen. Ich hatte nur eine Haarbürste gekauft und bekam eine „saftige“ Rechnung. Man hatte mir nicht nur meinen Einkauf berechnet, sondern auch: Waschen und „hochstecken“, einschließlich „flüssigem Haarnetz“, wie man damals in Frisörkreisen das Haarspray nannte. Die Dame an der Kasse war ziemlich verdutzt, als ich ihr selbstbewusst erklärte, dass ich diese Frisur bereits mitgebracht und auch noch selbst gezaubert hatte.